Datenschutzerklärung

Stand: 18.09.2026 · Allgemeingültig für alle Angebote unter mkolb.de (aktuell: mk.space; zukünftige Projekte analog). Erfüllt die Informationspflichten nach Art. 13/14 DSGVO — in verständlicher Sprache.

Archivierte Fassung vom 18.09.2026. Diese Version ist nicht mehr aktuell. → Zur aktuellen Version
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Inhalt

  1. Verantwortlicher
  2. Aufsichtsbehörde
  3. In Kürze
  4. Welche Daten wir verarbeiten
  5. Hosting & Standort
  6. Verschlüsselung
  7. KI & Pseudonymisierung
  8. Ende-zu-Ende-Vault
  9. Drittland-Transfer
  10. Logs & Sicherheit
  11. Speicherdauer & Löschung
  12. Ihre DSGVO-Rechte
  13. Empfänger & Auftragsverarbeiter
  14. EU AI Act
  15. DSFA & Notfallplan
Der Leitgedanke: Deine personenbezogenen Daten werden mehrstufig geschützt — verschlüsselt auf der Festplatte, in der Übertragung und optional Ende-zu-Ende. Bevor eine Cloud-KI deinen Text sieht, werden personenbezogene Angaben maskiert. Wir verarbeiten nur, was nötig ist, und löschen konsequent. Die DSGVO-Rechte sind technisch umgesetzt, nicht nur versprochen.

1 · Verantwortlicher

Verantwortlich für die Verarbeitung personenbezogener Daten auf dieser Plattform ist:

NameMartin Kolb
AnschriftLeibiweg 25, 89291 Holzheim, Deutschland
E-Mailsupport@mkolb.de (allgemeiner Kontakt)
Datenschutz-Kontaktprivacy@mkolb.de
USt-IdNr.DE257772869

2 · Aufsichtsbehörde

Für Beschwerden zur Verarbeitung deiner personenbezogenen Daten ist zuständig:

Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht (BayLDA) — Promenade 18–22, 91522 Ansbach. Du kannst dich jederzeit an die Aufsichtsbehörde wenden, wenn du der Meinung bist, dass die Verarbeitung deiner Daten gegen die DSGVO verstößt.

3 · In Kürze

mkolb.de betreibt auf einem dedizierten europäischen Server mehrere datenschutzorientierte Anwendungen — darunter mk.space mit KI-gestützter Dokumentenanalyse, einem Ende-zu-Ende-verschlüsselten Vault und kollaborativem Teilen. Personenbezogene Daten werden mehrstufig geschützt: Verschlüsselung auf der Festplatte, in der Übertragung und optional Ende-zu-Ende; Pseudonymisierung vor jeder Cloud-Anfrage; konsequente Datenminimierung und Löschkonzepte.

Eine Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35) wurde durchgeführt, ein Incident-Response-Plan (Art. 33/34) ist ausgearbeitet und unterzeichnet.

4 · Welche Daten wir verarbeiten

Wir verarbeiten nur die Daten, die für den Betrieb deines Accounts und die von dir genutzten Funktionen nötig sind — das Prinzip der Datenminimierung.

KategorieBeispiele
BestandsdatenE-Mail-Adresse, selbst gewähltes Passwort (als scrypt-Hash, nie im Klartext).
InhaltsdatenNotizen, hochgeladene Dokumente, Chat-Verläufe, Vault-Einträge (E2E-Ciphertext).
Nutzungs-/MetadatenZeitstempel, interne IDs, technische Metadaten — Audit-Logs enthalten keine Inhalte und keine PII.
Technisch notwendigSession-Cookies (httpOnly, sameSite), keine Tracking- oder Werbe-Cookies.

5 · Hosting & Standort

Die gesamte Verarbeitung läuft auf einem dedizierten Server in der EU (Deutschland/Finnland) bei einem europäischen Hosting-Anbieter. Kein Multi-Tenant-Shared-Hosting, keine Serverless-Funktionen Dritter im kritischen Pfad.

Backups werden verschlüsselt auf geo-redundante EU-Storage-Boxen gespiegelt (DE + FI). Jedes Storage-Abbild liegt zusätzlich auf einem ausgereiften hosterseitigen RAID-System des Speicher-Anbieters — zwei unabhängige Redundanz-Ebenen: fällt ein Standort aus, überbrückt der andere; fällt eine Festplatte aus, verursacht das keinen Datenverlust.

Für Hosting und Backups gibt es keine Drittlandübertragung. Mit dem Hosting-Anbieter ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) geschlossen.

6 · Verschlüsselung

Sechs Schichten moderner, standardbasierter Kryptografie greifen ineinander — jede einzeln wirksam (Defense-in-Depth):

SchichtVerfahrenWirkung
FestplatteAES-256-XTSDateisystem-native Verschlüsselung sensibler Verzeichnisse. Schlüssel getrennt von Daten und Backups.
ÜbertragungTLS 1.2/1.3Forward Secrecy, HSTS, moderne Cipher-Suites, Let's-Encrypt mit Auto-Renewal.
Ende-zu-EndeAES-256-GCM + ECDHVault: Zero-Knowledge — der Server speichert nur Ciphertext und entschlüsselt nicht.
PseudonymisierungAES-256-GCMVor jedem Cloud-LLM-Aufruf: PII → Token, Mapping verschlüsselt & zeitlich begrenzt, fail-closed.
BackupsAES-256-GCM + AADVor der Übertragung verschlüsselt, eigenes Format mit Authentifizierungs-Tag (Tamper-Erkennung).
PasswörterscryptMemory-hard, 128-Bit-Zufalls-Salz pro Hash, zeitkonstanter Vergleich, automatische Migration beim Login.

7 · KI & Pseudonymisierung

Wenn du der KI Fragen zu deinen Dokumenten stellst, passieren zwei Dinge nacheinander:

1. Lokal: Dein Dokument wird auf der Box extrahiert (OCR/Text) und für den Suchindex in Vektoren übersetzt — das läuft ausschließlich mit einem lokalen Modell. Der Inhalt verlässt für Index und Embedding nie die Box.

2. Cloud (nur falls nötig): Erst wenn ein Cloud-Modell genutzt wird, maskiert das Privacy-Gate vorher alle personenbezogenen Angaben — durch deterministische Token. Die Mapping-Tabelle ist verschlüsselt, zeitlich begrenzt (TTL) und wird am Session-Ende bereinigt. Fail-closed: erkennt das Gate ein Leck, wird der Aufruf blockiert statt im Klartext gesendet.

Die maskierten Kategorien (Auswahl): Namen, Organisationen, Orte, Adressen, E-Mail, Telefon, URLs, IPs, Daten, Geldbeträge, IBAN, Kreditkarten, US-Sozialversicherungsnummern, Reisepass, Personalausweis, Sozialversicherungs-/Krankenversicherungsnummer, Führerschein, Steuer-ID, Steuernummer, Handelsregister, USt-IdNr., Kfz-Kennzeichen, PLZ, Arzt-/Praxisnummern, ICD-10-/ATC-Codes — insgesamt 28 Kategorien, ergänzbar durch projektspezifische Wortlisten.

8 · Ende-zu-Ende-Vault

Der Passwort-Vault ist Zero-Knowledge: Dein Schlüssel wird im Browser aus deinem Passwort abgeleitet (PBKDF2-SHA256, 600k Iterationen) und existiert nur im Arbeitsspeicher — bei Lock/Logout wird er verworfen. Der Server speichert ausschließlich opaque Ciphertext-Blobs und führt keine Entschlüsselung durch.

Beim Teilen erfolgt der Schlüsselaustausch per ECDH (P-256). Der Link-Schlüssel bleibt im URL-Fragment (#) und erreicht den Server nie. Als Notfallschlüssel dient ein 24-Wort-Recovery-Blatt nach BIP-39.

9 · Drittland-Transfer

Hosting und Backups verbleiben in der EU. Für die KI-Cloud-Inferenz wird ein US-Cloud-Anbieter genutzt — allerdings ausschließlich pseudonymisiert (siehe Abschnitt 7). Die Pseudonymisierung wirkt als Supplementary Measure (EDPB-Leitlinie 01/2020), ergänzt durch eine schriftliche Zero-Retention-/No-Training-/No-Logging-Zusage des Anbieters.

EU-US-Data-Privacy-Framework (verifiziert 18.09.): der Anbieter ist nicht DFP-zertifiziert, die Privacy Policy nennt keine SCC. Die formelle Transfer-Grundlage (AVV/SCC) ist daher in Klärung — der Anbieter arbeitet an einem Self-Service-DPA. Bis dahin greifen Pseudonymisierung + Zero-Retention-Zusage. Die eingesetzten Cloud-Modelle sind Open-Weights-Software; es erfolgt kein Datenfluss in die Herkunftsländer der Modelle.

10 · Logs & Sicherheit

Zugriffsprotokolle der Web-Anfragen werden anonymisiert geführt (IPs gekürzt, kurze Aufbewahrung). Ein separates, kurzlebiges Security-Log mit vollständigen IPs dient ausschließlich der automatisierten Intrusion-Prevention (Rate-Limiting, fail2ban) und wird nach wenigen Tagen gelöscht.

Audit-Logs für Operator- und Nutzeraktionen enthalten ausschließlich Metadaten (interne IDs, Zeitstempel, Aktionstyp) — keine Inhalte, keine PII. Eine Dateiintegritätsüberwachung (AIDE) überwacht sicherheitsrelevante Pfade; Anomalien lösen Alarm aus.

11 · Speicherdauer & Löschung

Wir speichern personenbezogene Daten nur, solange es für die genutzte Funktion nötig ist. Für alle Datenklassen gibt es definierte Aufbewahrungsfristen und automatisierte Bereinigungsprozesse: Mapping-TTL, Session-Timeouts, Cache-Laufzeiten, Purge von Fehler- und Audit-Daten, journald-Begrenzung.

Löschst du dein Konto, kaskadiert die Löschung über alle Ebenen: Konto → Dokumente → Volltext → Suchindex → Vektor-Index → Q&A-Cache → Replikation → Privacy-Mappings. Mit Re-Authentifizierung und Defense-in-Depth gegen Replika-Drift — dein Recht auf Vergessenwerden ist technisch umgesetzt.

12 · Ihre DSGVO-Rechte

Du hast jederzeit diese Rechte — technisch umgesetzt und nicht nur auf dem Papier:

Art.RechtUmsetzung
Art. 15AuskunftKonsolidierter Auskunfts-Endpunkt mit Datenkategorien, Verarbeitungsaktivitäten, Empfängern, Audit-Trail.
Art. 16BerichtigungBestands- und Inhaltsdaten sind in der App korrigierbar.
Art. 17Löschung / VergessenwerdenKaskadierende Löschung über alle Ebenen, mit Re-Authentifizierung.
Art. 20DatenportabilitätMaschinenlesbarer JSON-Export aller Daten; Vault-Einträge als E2E-Ciphertext, client-seitig entschlüsselbar.
Art. 21WiderspruchKeine Direktwerbung, kein Profiling; Widerspruch jederzeit per E-Mail.
Art. 22Automatisierte EntscheidungNicht einschlägig — KI ist assistiv, keine rechtsverbindliche automatisierte Entscheidung.
Art. 77Beschwerde bei AufsichtSiehe Abschnitt 2 (BayLDA).

Zur Ausübung schreibe an privacy@mkolb.de. Wir reagieren innerhalb der gesetzlichen Frist (in der Regel deutlich schneller).

13 · Empfänger & Auftragsverarbeiter

Deine Daten erhalten nur, was für den Betrieb nötig ist:

Eine Weitergabe zu Werbe- oder Tracking-Zwecken erfolgt nicht. Eine vollständige Liste von Empfängern erhältst du im Rahmen deines Auskunftsanspruchs (Art. 15).

14 · EU AI Act

Die eingesetzte KI ist ein assistives Werkzeug — nicht Art. 5 (unzulässig), nicht Annex III (High-Risk): keine Einsatzbereiche Beschäftigung, Kredit, Justiz oder Biometrie. mkolb.de agiert als Deployer, nicht als GPAI-Provider; Modell-Pflichten liegen bei den Modellanbietern.

Die Transparenzpflicht (Art. 50) ist umgesetzt: ein dauerhaft sichtbares KI-Label mit Modellnamen und CLOUD-/LOKAL-Kennzeichnung zeigt dir stets, dass du mit einer KI interagierst und ob deine Anfrage lokal oder pseudonymisiert in der Cloud verarbeitet wird.

15 · DSFA & Notfallplan

Für die Verarbeitungskette wurde eine Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35) erstellt — Systematik, Notwendigkeit/Verhältnismäßigkeit, Risiko-Register mit acht Risiken und Maßnahmenkatalog. Das Restrisiko ist niedrig bei den implementierten Maßnahmen. Sie dient als Template für künftige KI-Projekte und wird bei wesentlichen Änderungen wiederholt.

Ein Incident-Response-Plan (Art. 33/34) ist ausgearbeitet und unterzeichnet: acht Phasen von der Erkennung bis zur Meldung an die Aufsichtsbehörde (72 h) und Betroffenenbenachrichtigung. Eine jährliche Tabletop-Übung wird automatisch angemahnt. Kontaktliste mit Verantwortlichen, Aufsichtsbehörde und Auftragsverarbeitern ist befüllt.

In einem Satz: technische Sicherheit durch Defense-in-Depth mit sechs unabhängigen Schichten, Datenschutz durch Pseudonymisierung, Datenminimierung und umgesetzte Betroffenenrechte — live verifiziert, nicht nur dokumentiert. Keine Einzelkritikalität: kein einzelner Fehler führt zum Verlust oder Abfluss deiner personenbezogenen Daten.

Änderungen dieser Erklärung werden hier veröffentlicht; ältere Fassungen sind über das Versions-Dropdown oben erreichbar. Stand 18.09.2026.